Unser Stadt: Bilbao
Das Alter der Stadt Bilbao lässt sich nicht exakt datieren, doch haben archäologische Ausgrabungen in Bilbao gezeigt, dass es vor dem Bau der Stadt bereits eine Siedlung gab, deren Bewohner auf beiden Ufern des Flusses Nervión lebten, als Fischer und in Bergwerken tätig waren und Eisen verarbeiteten. Die Geschichte des uns bekannten Bilbao begann im Mittelalter, als sich Bilbao zu einem Handelszentrum entwickelte.
Diese Seefahrts- und Handelsstadt verdiente sich den Titel „Villa”, als Don Diego López de Haro V, ein Adeliger aus Biskaya, am 15. Juni 1300 in Valladolid der Stadt ihre Gründungsurkunde (Carta Puebla Fundacional) ausstellte. Von diesem Zeitpunkt an entwickelte sich die Stadt zu einem Hauptzentrum der Entwicklung in Biskaya und löste Bermeo als wichtigste Stadt der Region ab.
Die typischsten oder interessantesten Sehenswürdigkeiten Bilbaos zu nennen ist gewiss nicht einfach: Museen wie das Guggenheim, das Museo de Bellas Artes (Museum der schönen Künste) und das Museo Marítimo (Seefahrtsmuseum) sind äußerst sehenswert.
Auch der religiöse Tourismus spielt eine Rolle. Die beeindruckende Basílica de Begoña ist ein beliebtes Pilgerziel, und San Mamés zählt zu den bekanntesten „Kathedralen“ des Landes, in der an jedem Sonntag viele Gläubige einem Kult ganz anderer Art huldigen: dem runden Leder und seinem Verein Atlético Bilbao, einer weiteren Institution der Stadt.
Bilbao besitzt eines der besten Einkaufszentren der Region, was die Vielfalt und Qualität anbelangt. In der Gran Vía des Zentrums sind einige der hochwertigsten Marken der Welt zu finden, und die Umgebung wird von den Bewohnern „La Milla de Oro“, die Goldmeile, genannt.
Am Ende dieses Rundgangs durch „El Botxo“, wie Bilbao bei den Einheimischen liebevoll bekannt ist, sollten wir noch die Pintxos-Restaurants und Bars erwähnen. Auch die lokale Küche genießt international einen guten Ruf. Probieren Sie die Pintxos (Miniaturdelikatessen) im Casco Viejo und speisen Sie in einem der vielen Restaurants der Stadt.
Events
HEILIGES COMPOSTELANISCHES JAHR 2010
Dieses Heilige Jahr ist eine Gelegenheit, um zu feiern, dass der Jakobsweg mehr denn je ein Pilgerweg ist, auf dem Menschen verschiedener Völker zusammentreffen und der im Laufe der Jahrhunderte zu einem Symbol der Brüderlichkeit und zu einem Grundpfeiler europäischen Bewusstseins geworden ist, weshalb ihm im Jahre 2004 der Prinz-von-Asturien-Preis für Eintracht verliehen wurde.
Dem Heiligen Compostelanischen Jahr 2010 kommt eine besondere Bedeutung zu, da es eine Periode abschließt, in der besonders viele Pilger den Jakobsweg absolvierten. Wegen der Schaltjahre fällt der Festtag des Apostels Jakobus (25. Juli) immer nach 11, 6, 5, 6 und dann wieder 11 Jahren auf einen Sonntag. Daher ist das nächste Heilige Compostelanische Jahr erst wieder im Jahre 2021.
Um einen Jubiläumsablass zu erhalten, muss der Pilger oder die Pilgerin traditionell folgende drei Bedingungen erfüllen:
- Das Grab des Apostels in der Kathedrale besuchen und ein Gebet verrichten.
- Innerhalb von 15 Tagen davor oder danach das Sakrament der Beichte in der Kathedrale selbst oder an einem anderen Ort empfangen.
- Die Kommunion empfangen.
Einmal täglich kann man unter folgenden Bedingungen einen Ablass für Verstorbene erhalten:
- Besuch der Kathedrale und Verrichtung eines Gebetes.
- Empfang des Sakramentes der Beichte (15 Tage davor oder danach) und der Heiligen Kommunion.
Das Kultur- und Festprogramm des Heiligen Jahres 2010 kommt den Bedürfnissen verschiedenster Publikums- und Altersgruppen nach. Es gibt eine Vielzahl großer und kleiner Veranstaltungen, musikalische Darbietungen und sonstige künstlerische Unterhaltungsprogramme wie Kino-und Theateraufführungen oder Fotoausstellungen.
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